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tobby
Posts: 18
So, mein allererstes Panel ist in Arbeit. Das einfachste, dass ich finden konnte zum Verschließen der Cockpittür. Aller Anfang ist schwer :-) Nun frage ich mich wie ich die Hintergrundbeleuchtung am besten realisiere. Hat jemand Vorschläge?

Ich wollte einfach Amber farbene LEDs nehmen und die mit auf die PCBs löten, die ich mit einem gewissen Abstand hinter die Front Panel schraube. Allerdings ist der Abstand doch recht groß und ich fürchte die LEDs sind dafür nicht hell genug. Also lieber LED Strips benutzen? Nur wie soll ich die am besten befestigen?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar,
Tobias
2021-10-29 17:18
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pizman82
Moderator
From: ETSI, Germany
Posts: 6010
Supporter
Da gibt es viele Ideen und jeder wird dir sagen das seine die beste ist :P

Am Anfang ist zu klären WAS du planst.... Wird das ein Kleines Projekt und du benutzt weiterhin das Virtuelle Cockpit ODER ist das der erste schritt zu einen FULL Cockpit ?
Der entscheidende Punkt ist dabei..... Muss dein Panel Backlight mit dem Sim zusammenarbeiten .... Also muss dein Drehregler sowohl das Echte als auch das Virtuelle Licht steuern ?
oder anders rum muss dein echtes Backlight sich ändern wenn du mit der Maus das virtuelle dimmst ?

Bei nen Full Cockpit macht das eigentlich keiner...: Denn da nutzt man ja das Virtuelle nicht mehr. Somit ist es egal ob "dort" das Licht an ist.
Zwecks realität haben einige noch ein Relais das die Backlights nur an gehen wenn die Maschnine Strom hat (Master switch etc).
Aber selbst in High End Sims hab ich es schon gesehen das die Backlight schlicht völlig EXTERN sind. Sprich auch leuchten wenn der Sim PC gar nicht an ist. Also schlicht eine Lichtquelle die man völlig seperat an/aus bzw dimmt.

Bezüglich auch den Bau.
Wenn es EXTERN wird dann sind 12 Volt LED Strips das beste. Eigenes Netzteil . Eigene PVM Dimmer ( die man ja realistisch dort anbaut wo auch die echten wären).
Wenn "INTERN" und nur ein kleines Panel dann bietet sich es an das man durchaus direkt mit MF arbeitet..... Also das die Backlights auf einen PIN gehen ( PWM) und wir das alles in MF regeln. Außer Frage: Extern ist wesentlich einfacher..... Und mit Relais auch 100% realistisch. Nur eben wird dabei das Virtuelle Licht nciht mehr gesteuert.

************
Zu guter letzt.... TESTEN !
Kauf dir ein paar einzelne LED´s . z.b. 10 Stück pro Sorte. Wir reden da ja von wenigen cents proi Stück. Kauf unterschiedliche Helligkeiten.
Du wirst sehen es gibt bereits Low Current LED 5V die EXTREM Hell sind !
Trotzdem denke ich zeigen die meisten Videos das die "Profis" schlicht LED Stripes verwenden!


LAST NOTE: Sehr wichtig. Für gutes Backlight.... Verwende für die Panels immer "Milchglas" . Klares Plexi leuchtet punktuell und ist bei Tag nicht lesbar.
Good Luck !
2021-11-03 09:24
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tobby
Posts: 18
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe mich erstmal dafür entschieden, die Hintergrundbeleuchtung eines Panels auf der Lochrasterplatine hinter dem Panel zu integrieren. Ob ich das so bis zum Ende durchhalten kann? Mal sehen. Mein Ziel: Das kleinstmögliche Cockpit, mit dem aber noch ein Flug möglich ist, bei dem man ohne Tastatur und Maus auskommt, wobei das Anlassen der Maschine und das Ausschalten nicht dazu zählt (und ja, ich weiß, dass ausgeerechnet das Panel für die Cockpittür nicht in so einem Cockpit enthalten sein wird, aber es schien mir für den Anfang, um in das Thema einzusteigen, am besten geeignet :) ). Für die Cockpitür sieht das dann ungefähr so aus

2021-11-04 09:06
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pizman82
Moderator
From: ETSI, Germany
Posts: 6010
Supporter
Da musst du dich mal mit Stephan unterhalten.
Am besten komm zu uns auf DISCORD.
Besorg dir ein Headset falls du keins hast.
Dort kann man perfekt reden und den Bildschirm teilen.

Auf den ersten blick..... Wenn das die LED für die Backlight sein sollen dann solltest du "umdenken".
5 LED die alle gleichzeitig an sind brauchen nicht 5 widerstände.
Gerade im Backlight arbeiten wir mit Reihen/parallel Systemen. Und eben auch mit 12V Extern denn damit kann man dann eine bestimmte Zahl von LEDS zusammenlegen so das alle die richtige Spannung ohne Widerstand erhalten.
Damit kann dir Stephan sicher helfen !
Good Luck !
2021-11-04 20:27
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tobby
Posts: 18
Danke für den Hinweis. Was hat es denn für Vorteile wenn ich die LEDs in Reihe schalte, außer, dass ich weniger Widerstände benötige?
2021-11-06 18:52
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pizman82
Moderator
From: ETSI, Germany
Posts: 6010
Supporter
Es geht natürlich auch "so".....
Man geht aber doch in der Regel den Weg des geringsten Aufwands.

Auch ist die Frage.... Wie steuerst du denn die LED´s an ?

Angenommen du hast 5 Backround LED´s..... Und die sollen mit Mobiflight gesteuert werden... Dann setzt du diese auch auf 5 Pins.
Somit musst du eine Config machen die bei Bedingung TRUE auch alle 5 Output Pins aktiviert. ( Das geht seit V9.0 sogar.... Früher hättest du dazu 5 einzellene Config Lines machen müssen)

Zudem.... Obwolh der "Stromverbrauch" beim Cockpitbau ja nicht wirklich ein Faktor ist.... Trotzdem iist klar das die Widerstände hier Energie in Wärme umwandeln.....
Sprich die 5V des Pins werden über den Widerstand verändert so das z.b. 2,3v mit 20mA rauskommen.
Auch hier kann dir Stefan sicher genauere Zahlen liefern..... Aber effektiv "verheizt" du somit Strom.
Schaltet man die LED´s zusammen wird das nicht benötigt.
Dabei ist natürlich noch entscheidend WIE man das macht.... Reihe oder Paralell ( oder ne Kombi) . Bei der einen Variante reduziert man die Stromstärke(mA) bei der anderen die Spannung (V) (Ich hoffe die Antwort ist fachlich richtig.... Stephan bitte korrigieren falls ich quatsch gesagt habe)



Trotzdem..... Am Ende gilt die einfache Regel..... Es muss so arbeiten wie du es willst und es muss elektisch Sauber sein damit du deine Bauteile nicht unnötig zerstörst.
WIE es dann gebaut wird ist völlig egal..... Solange diese 2 Faktoren passen. Hier hat jeder seine eigenen Wege.

Good Luck !
2021-11-07 15:06
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tobby
Posts: 18
Ich weiß nicht, ob ich genau verstehe was du damit meinst, die LEDs "zusammenzuschalten". Vielleicht hilft dieses Schaltbild. Die Idee ist, dass alle 5 LEDs zusammen über zwei einzelne Pins der Buchse auf der Platine geschaltet werden. Ein Flachbandkabel wird dann später zu einer Patch-Platte geleitet, auf der dann die Verbindungen zu den Arduinos realisiert wird. Für die Hintergrundbeleuchtung plane ich aber der Einfachhalt halber gar keine Schaltung über den Arduino. Da reicht mir ein einfacher An- und Aus-Schalter. Ist es das, was du mit "zusammenschalten"meinst? Noch einmal ganz herzlichen Dank für deine Hinweise. Ich werde künftig bestimmt noch viel mehr davon brauchen :-)

2021-11-07 19:58
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StephanHo
Moderator
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Hi tobby,

möchtest du deine LEDs killen? Ausgehend von 5V Betriebsspanung und 3V, die über der/den LED abfallen jagst du ca. 50 mA durch jede LED und somit 250 mA insgesamt, wenn du 39 Ohm als Widerstand benutzt.
Zum einen dürften 50 mA jede LED zerstören und die 250 mA sind entschieden zu viel für einen Pin am Mega (40 mA).
Gebe ich mal so zu bedenken...
Grüße,
Stephan (Time: UTC+2)
2021-11-07 22:03
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pizman82
Moderator
From: ETSI, Germany
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2021-11-07 23:32
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tobby
Posts: 18
Ach Gott, entschuldige, ich hätte dazu schrieben sollen, dass das nicht die Widerstände sind, die ich auch benutze :-) Der Plan soll eher der Dokumentaion meiner Pinbelegung dienen. Die Teile darauf entsprechen nicht der Realität. Im wirklichen Leben leuchten die LEDs sehr schön :-) Jetzt habe ich mich wohl endgültig als totaler Anfänger geoutet. Ich werde die Zeichnung noch einmal korrigieren und mir das Video ansehen.

Mir ging es eher um die Bedeutung von "LEDs zusammenschalten". Mein Fehler, Sorry.
2021-11-08 15:54
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tobby
Posts: 18
Ich dachte immer, die Spannung und die Stromstärke der Stromquelle sind konstant. Da sich die Stromstärken in einer Parrallelschaltung also addieren, müsste doch bei jeder LED nur ein fünftel der (durch den Widerstand reduzierten) Menge der Stromquelle ankommen. Oder habe ich das falsch verstanden? Bei dir klingt es so, als würde sich die Stromstärke durch die Widerstände und die Spannung überhaupt erst ergeben. Würde ich also noch mehr LEDs parallel dazu schalten würde die Gesamtstrommenge immer größer werden. Ich dachte immer, stattdessen werden nur alle LEDs immer dunkler.
2021-11-08 17:21
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StephanHo
Moderator
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Hi tobby,

ja, was Spannung und Stromstärke angeht, hast du wohl recht, solange es eine fertige Schaltung angeht.
Werden aber zusätzlich wieder andere Dinge angeschlossen, ändert sich das umgehend. Der Stromverbrauch sinkt dann nicht, er steigt, bis er nicht mehr kann. Dafür sinkt dann die Spannung, damit der Strom weiter fließen kann. Irgendwann kollabiert das dann, weil die Bauteile aus den Parametern laufen.

Die Spannung ergibt sich nicht, sie wird vordefiniert, eingestellt oder ist fix. In konventionellen Schaltungen, so wie wir sie betreiben,stellt sich anhand der verbauten Komponenten dann der Strom ein. Diese Schaltung kann solange um weitere Verbraucher erweitert werden, bis die lieferbare Strommenge erreicht ist. Dann sinkt die Spannung wieder oder im fachchinesisch: die Spannung bricht zusammen oder sie kollabiert.

Das liegt bei unseren Schaltungen daran, daß Strom halt nur begrenzt zur Verfügung steht Du kaufst ein Netzteil, das 1A Strom bei 5V liefert oder du verbaust einen Spannungsregler, der aus 12V V5 macht und das ebenfalls bei 1A. Auch beim Mega sind wir abhängig, wenn wir sie über USB mit Strom versorgen. Die Spezifikation bei USB 2.x besagt, daß pro Port nur 500mA zur Verfügung gestellt werden können, bei USB 3.x sind es schon 900mA.

Du siehst, Strom steht nicht unendlich zur Verfügung. Selbst wenn du bei 230V Wechselspannung einen Kurzschluß fabrizierst, fliegt dein Sicherungsautomat raus. Du kannst ihn wieder reindrücken, aber in dem Moment knackt es schon wieder und das wiederholt sich so lange, bis du einen Verbraucher abklemmst. Wenn nicht, fliegt die Haussicherung raus und die Stadtwerke müssen kommen und dann wird es teuer.

Stromverbrauch läßt sich berechnen. In dem Video wurde er lediglich gemessen aber es wurd nicht gezeigt, wie man ihn berechnen kann und zwar schon bevor der Strom eingeschaltet wird.
Angenommen, du möchtest eine LED anschließen. Kannst du beim Mega, sogar ohne Vorwiderstand. Funktioniert, garantiert. Nur du quälst damit die Strombegrenzungsschaltung für den Pin, bis sie sich irgendwann verabschiedet. Der schlaue Bastler berechnet das vorher. Soll eine LED mit 20mA bei einer Betriebsspannung von 5V betrieben werden, schaut man sich die Daten der LED an. Durchbruchspannung, also die Spannung ab der die LED Licht aussendet ist angegeben mit z.B. 1,9V. Also muß die restliche Spannung, nämlich 3,1V irgendwo hin.Hier bietet sich der Vorwiderstand an, über dem diese Spannung abfallen soll. Nun kann man hier nicht irgendeinen Widerstand nehmen, denn das funktioniert nur unzureichend, man kann ihn berechnen und zwar recht präzise.
In dem Video wurde vom Ohm'schen Gesetz gesprochen, also der Proportionalität von Strom, Spannung und Widerstand.
Wir suchen also einen Widerstand, durch den 20mA Strom fließen sollen und über dem 3,1V Spannung abfallen.

Nach Herrn Ohm ist die Spannung (Formelzeichen U in Volt) gleich dem Produkt aus Widerstand (R in Ohm) und Strom (I in Ampère), also U=R*I (du erinnerst dich an das Dreieck)
Diese Formel kann man auch umstellen, je nachdem, was ich suche. Suche ich den Widerstand, brauche ich Strom und Spannung. Beides habe ich. An das Dreieck gedacht: U=R*I und R möchte ich haben, dann ist R=U/I. Die vorhandenen Werte in die Formel eingesetzt: R=(5V - 1,9V = 3,1V) / 0,02A = 155 Ohm
Du kannst auch rechnen: 3,1V / 20 = 0,155 - Aufpassen die Milliampère sind tausendstel, also ist es das Ergebnis auch und muß mit dem Faktor 1000 multipliziert werden. Daher gleich bei einheitlichen Einheiten bleiben.

Nun ist 155 Ohm kein gängiger Wert. Daher hat die Industrie sog. Widerstandsreihen "erfunden", die E-Reihen. Es gibt die E3, E6, E12, E24, E48 und E96 Reihe. Die Reihennummer gibt an, wieviele Werte sich in der jeweiligen Reihe befinden und welche die Industrie herstellt. Mit den E-Reihen gekoppelt sind wiederum die Toleranzen der Widerstandswerte. Das führt jetzt zu weit, aber kannst du gerne hier nachlesen: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/1109071.htm
Dementsprechend kannst du einen gängigen Wert aus der E24-Reihe wählen (150 Ohm), aus der E48-Reihe (154 Ohm) oder aus der E96-Reihe (156 Ohm).
Du siehst, den exakten Wert gibt es nicht, also wird ein Wert genommen, der dem errechneten recht nahe kommt und/oder zur Verfügung steht. Mit diesem Wert kannst du dann wiederum berechnen, wieviel Strom tatsächlich fließen sollte und kannst es nachmessen: I=U/R.

Daß die LEDs immer dunkler werden, liegt halt daran, daß die Spannung sinkt (wie bereits oben erwähnt) oder um es mit dem Viedo zu vergleichen: die Elektronen haben alle ihr Packerl und damit das gewährleistet ist, muß die Spannung runter. Nur irgendwann ist dann alles dunkel. Genau eben der Effekt, den du beschreibst.

Wenn sich das bei mir ein wenig flapsig angehört hat, so liegt das an meiner über die Jahre erworbenen Routine...

Zu deiner Schaltung: die ist schon fein, aber wenn sie nur als Synonym stehen soll, laß die Werte ganz weg und schreibe stattdessen Rv für Vorwiderstand. Dann kommt der Leser nicht auf falsche Gedanken ;)
[Last edited by StephanHo, 2021-11-09 01:27]
Grüße,
Stephan (Time: UTC+2)
2021-11-09 01:19
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tobby
Posts: 18
Hallo Stephan, vielen Dank für diese ausführliche Darstellung. Ich weiß jetzt warum ich Schwierigkeiten hatte dir vorher zu folgen. Weil die Strommenge, die da wächst wenn man zusätzliche LEDs dazu baut natürlich die Strommenge ist, die _verbraucht_ wird. Dann ergibt das plötzlich alles Sinn. Ich hatte da irgendwie einen Knoten im Kopf und dachte da entsteht sozusagen mehr Strom. Aber der ist natürlich durchvdie Stromquelle begrenzt. Ich werde also als nächstes herausfinden was ich da eigentlich für LEDs habe und wie genau die paramezer meiner externen Stromquelle sind. Dann korrigiere ich meinen Plan.

Müsste ich bei einer Parallelschaltung nicht auch mit einem einzigen Vorwiderstand auskommen können?
2021-11-10 11:44
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StephanHo
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Hi tobby

icontobby:

Müsste ich bei einer Parallelschaltung nicht auch mit einem einzigen Vorwiderstand auskommen können?



Könntest du, wenn da nicht die Leistung/Wärme wäre. Der Strom, der mit den LEDs nicht in Licht umgewandelt wird, fließt ja nicht ins Netzteil zurück (also die Packerl der Elektronen). Diese Energie wird in dem Widerstand schlicht und ergreifen in Wärme umgesetzt. Wie der Name schon sagt, setzt der Widerstand dem Strom einen Widerstand entgegen. Das wiederum erzeugt Reibung und Reibung erzeugt Wärme...

Diese Wärme muß dann über die Oberfläche des Widerstandes an seine Umgebung abgegeben werden.
Nehmen wir mal an, durch deinen Widerstand fließt bei den 39 Ohm ein Strom von 50mA (wie in deinem obigen Beispiel). Was wäre die Physik, wenn es hierfür nicht auch ein Gesetz oder eine Regel gäbe?

Die Leistung P wird definiert als Produkt aus Spannung und Strom. Stell dir einfach wie bei Herrn Ohm dieses Dreieck vor: P=U*I.
Da wir nur den Widerstand und den Strom aber nicht die Spannung haben, berechnen wir diese nun: U=R*I, somit U = 39 Ohm * 0,05 Ampère. Ergebnis 1,95 Volt.
Damit können wir jetzt weiter rechnen. P=U*I wären somit P=1,95*0,05 =0,0975 W oder 97mW. Ein gängiger Widerstand hat 1/4W, also 250mW. Das würde also gehen.
Würdest du nun alle 39 Ohm-Widerstände gegen einen austauschen, würden ja nicht mehr 50mA durch den Widerstand fließen, sondern 250mA, bei gleichem Spannungsabfall.
Nun hättest du auch die 5-fache Leistung, die der Widerstand verkraften müßte, nämlich 5 x 97mW = 487mW. Damit würde der Widerstand nicht nur heiß werden und du dir die Finger verbrennen, nach kurzer Zeit wäre der Widerstand "durchgeschmort". Deine LEDs blieben dauerhaft dunkel!
Es muß also ein Widerstand her, der diese Leistung verarbeiten kann, sprich, seine Oberfläche müßte Leistungsfähiger sein. Du könntest einen nehmen, der 0,5W hat, der wäre dann etwas dicker, würde aber an seiner Leistungsgrenze arbeiten. Es bietet sich also an, einen 1W-Widerstand zu nehmen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Du siehst, alle Dinge hängen voneinander ab und müssen bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Somit kannst du mit einem Widerstand auskommen. Aus Servicegründen würde ich aber immer empfehlen, die Zweige autark aufzubauen. Brennt ein Widerstand durch, leuchtet nur die dazugehörige LED nicht mehr, bei einem Widerstand sind alle aus und die Suche beginnt. Würde so ein Widerstand 1€ kosten, könnte ich dir empfehlen, derartige Bauteileeinsparungen vorzunehmen. Da aber die Widerstände (1/4W) derzeit bei ca. 1€/100 Stück liegen, sollte eine vernünftige Schaltung daran nicht scheitern.
Im Laufe der Zeit und mit wachsender Erfahrung wirst du vielleicht meine Ansicht teilen können.
Einsparungen können sinnvoll sein, aber nur da, wo sie auch angebracht sind. So ist es z.B. nicht erforderlich, von jedem Schalter im Sim ein GND-Kabel zum GND-Punkt zu ziehen. Da reicht es aus, alle Schalter mit einem Kabel zu verbinden, das dann abschließend an den GND angeschlossen wird.

Vielleicht noch ein Tip: zum Basteln mit LEDs oder für den Bau eines Homecockpits oder Teilen davon, solltest du dir für kleines Geld einen LED-Tester zulegen und ein kleines, preiswertes Digitalmultimeter (möglichst mit Durchgangsprüfer). Bei Testen der LED kannst du parallel die Spannung messen, die die LED benötigt. Somit kannst du dann alle relevanten Berechnungen durchführen.

Hast du schon von Discord gehört? Bei Discord gibt es einen MobiFlight Server, auf dem sich alle MF-Verrückten tummeln. Hier kannst du alle Fragen fragen oder dein Wissen an die User verteilen. Einfach oben auf den Link klicken und mal reinschauen ;-)
Grüße,
Stephan (Time: UTC+2)
2021-11-10 13:37
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tobby
Posts: 18
Klasse, das ergibt Sinn. Die Wärme. Vielen Dank für deine Hilfe. Multimeter ist bestellt.
2021-11-10 22:19
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