Hmm, Hi,
also grundsätzlich braucht jede LED, nicht nur im Cockpitbau, einen Vorwiderstand. Das liegt halt daran, daß eine LED ein Halbleiter ist (siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode)
Betreibt man nun direkt am Arduino-Pin eine LED, so geht die Schutzschaltung für diesen Pin in den Kurzschlußmodus. Die LED wird dann zwar mit 40mA (max. Strom eines Pins) betrieben, aber der Arduino-Ausgang wird hier im Grenzbereich betrieben, was dazu führen kann, daß dieser Ausgang "durchbrennt", sollte die Gesamtleistung insgesamt überschritten werden.
Eine einfache Rechnung: Ein Arduino Mega kann eine max. Leistung von 800 mA liefern. Ein USB-Port z.B. bei USB 2.0 liefert, egal ob am PC direkt oder über einen Hub, max. 500mA - so jedenfalls die Spezifikation. Werden diese 500 mA überschritten, sinkt die Spannung, bis sie letztlich zusammenbricht.
MF selbst läßt 40 LEDs pro Board zu, wobei die (40 x 20) 800mA erreicht werden, die eine USB-Schnittstelle nicht liefert. Werden die LEDs dann noch ohne Vorwiderstand betrieben, ziehen diese 40 LEDs somit 40 LEDs x 40mA =1,6A - geht also gar nicht und kann unabsehbare Folgen haben.
Insofern immer meine Empfehlung: High Brightness LEDs benutzen, die dann mit weniger als 10mA/Stück betrieben werden können. Einerseits stromsparend und andererseits materialschonend, was die LEDs mit einem längeren Leben danken. Einen Marathon läuft man ja schließlich auch nicht im 100m-Sprint-Tempo.
Was bei den Arcaze-Modulen sein könnte (kenne die Technik davon nicht), daß sie mit einer Konstantstromquelle betrieben werden. Wenn diese auf z.B. 20mA eingestellt ist, geht das selbstverständlich, würde ich aber aus den o.g. Gründen (High Brightness, längere Lebensdauer) trotzdem nochmal beschränken.
Deine Ansicht, 100 LEDs an einem USB-Port zu betreiben, kann ich so nicht teilen. 100 LEDs könnten max. mit jeweils 5mA betrieben werden, da laut Spezifikation bei USB 2.0 nur 500mA möglich sind. Bei USB 3.0 sind es 900mA, somit 100 LEDs mit 9mA. Die Reihenschaltung von LEDs ist so eine Sache, weil die Betriebsspannung von der LED-Farbe abhängt, z.B. 1,6 - 2,2V für rote und 2,7 - 3,5V für weiße oder blaue LEDs. Das Problem ist einfach, fällt eine LED in einer Reihenschaltung uas, ist die komplette Reihe aus. Viel Spaß bei der Fehlersuche.
Es spricht grundsätzlich nichts gegen einen effizienten Materialeinsatz. Dennoch sollten in einer komplexen Anwenung, wie es ein DIY-Cockpit nun mal ist, die Bauteile einheitlich verbaut werden, damit man abhängig von einer LED-Farbe nicht immer nachschauen muß, wie sie denn verbaut sind. Du siehst, ich bin ein Verfechter der 1-Widerstand-1LED-Methode.
Es gibt auch Sparfüchse, die versuchen, so günstig wie möglich zu bauen. Viele Beweggründe dazu kann ich nachvollziehen und verstehen. Dennoch rate ich von solchen "Optimierungsversuchen" grundsätzlich ab.