Hi,
also bezogen auf die Ausgangsfrage, ob ein gemeinsames Massekabel durch den Simulator laufen kann, ist es problemlos möglich, einen Schalter von Modul A, Pin 33 zu schalten bzw. schalten zu lassen, wenn er (der Schalter) mit der anderen Seite auf das gemeinsame Massepotential (=GND) gelegt wird.
Wenn alle Komponenten des Simulators ein gemeinsames Massepotential haben, spielt es keine Rolle, an welchem Punkt ich einen Schalter auf Masse lege, denn das Massepotential ist überall gleich und da dieses auch geschaltet wird, kann es keine Fehlfunktion geben.
Entscheidend ist in solchen Fällen halt, daß die Masseleitung nach dem Schalter (vor dem Schalter liegt die Leitung ja auf GND) an den richtigen Pin des ausführenden MEGA gelegt wird, damit dessen Konfiguration (=Programmierung) greifen kann.
Da das Massepotential überall gleich bzw. identisch ist, schließe ich einen Pin von Modul A an die Masse von Modul B, denn Masse ist Masse. Die Masse ist somit ein gemeinsames Potential aller angeschlossenen Module / Komponenten ( so sie denn mit Masse verbunden wurden). Es gibt übrigens auch Geräte, die Japaner haben die früher gerne hergestellt (die kleinen Transistorradios), die hatten das positive Potential als Masse - also +9V als GND. Im Rahmen der Globalisierung haben sich da aber alle ein wenig angeglichen. Das nur nebenbei.
Hinsichtlich der maximalen Belastung eines Masseanschlusses eines MEGA mit 200mA bedarf es eines anderen Blickwinkels.
Wenn der Strom eines jeden Modules von Plus nach Minus fließt (lassen wir dabei mal die physikalische Betrachtungsweise außer acht), dann kann ein Verbraucher, der im Stromkreis A angeschlossen ist, keinen Strom im Stromkreis B verbrauchen. Anders gesagt, eine LED die an Modul A angeschlossen ist, kann keinen Strom in Modul B verbrauchen.
Das Zusammenschalten der Massepotentiale hat somit keinerlei Einfluß auf den Stromfluß. Zwar wird der Strom, von allen Modulen addiert, wenn man ihn denn am GND messen würde, aber insgesamt fließt aus keinem Modul mehr Strom, als reingeht bzw. als dessen angeschlossene Verbraucher benötigen. Selbst wenn alle Komponenten ein gemeinsames Netzteil (das des USB-HUBs) haben, dann fließt auf der (gemeinsamen) Masseleitung sicherlich der gesamte Strom zum Netzteil zurück, aber eben nur über die Masseleitung und NICHT über die Module. Auch kann der Strom, der in Modul A verbraucht wird, nicht über Modul B zurückfließen, nur weil sie zufällig mit Masse verbunden sind.
Masse schließt insofern einen Stromkreis und stellt auch keinen eigenen Stromkreis dar, denn dann hätte Masse Potentialunterschiede, was dem Sinn von Masse widersprechen würde. Keine Frage, wenn ich kilometerlange Masseleitungen lege, stellt die lange Leitung einen Widerstand dar, über dem Spannung abfällt usw. usw. Aber bitte nicht in den Bereichen, in denen wir uns bewegen
Es spielt keine Rolle, ob ich 1000 Massen zusammenführe, indem ich eine Ringleitung erstelle oder sie an einem Punkt z.B. in einer Lüsterklemme zusammenführe. Entscheidend ist hier einzig und allein das Potential (in diesem Falle 0 Volt), das den gemeinsamen Bezug herstellt. Dieser gemeinsame Bezug ermöglicht es erst, daß sich alle angeschlossenen Module/Komponenten "verstehen".
Bei Pizmans Betrachtungsweise müßten dann ja nicht nur die Ströme der Module zusammenaddiert werden, es kämen dann auch die Ströme, die in dem Rechner fließen, also CPU, GraKA, Schnittstellen, Festplatten, Motherboard hinzu. Denn diese sind auf einem USB-Port mit der Masse des Rechners verbunden. Der USB-Port liegt wiederum an der Masse des Rechners. Über den USB-Port ziehen aber auch die Arduinos ihren Strom. Auch wenn man die Arduinos über einen HUB anschließt, so erhält der HUB wiederum Masse vom Rechner und alle Geräte, die an den HUB angeschlossen werden, erhalten die Masse des HUB. Somit bedürfte es zwischen Arduinos untereinander, die am selben Rechner angeschlossen sind, keiner zusätzlichen Masseverbindung, weil sie über den USB-HUB bereits eine gemeinsame Masse haben. Wenn man es denn dann trotzdem macht, dann aus Gründen der Sicherheit und der Eindeutigkeit, und um der Eventualität einer galvanischen Trennung zu entgehen.
Im Übrigen eine rein theoretische Betrachtungsweise.
Wer möchte, kann es gerne mit zwei Arduinos probieren, OHNE eine gemeinsame Masse herzustellen. Pin-Ausgang von Modul A an eine LED und die Kathode der LED auf die Masse des Moduls B (Vorwiderstand - 330 - 470 Ohm nicht vergessen!). Wenn die LED leuchtet, haben A und B Masse. Man kann das auch gerne mit einem Multimeter nachprüfen. Masse an B und Betriebsspannung von A messen. Ohne (gemeinsame) Masse sollten sich kein Wert um die 5V zeigen.
@ Danny:
Da die Massekontakte auf einem Arduino Boad bereits miteinander verbunden sind, bedarf es hier keiner Masseverbindung mehr. Intern hat ja der Arduino seine Masse. Indem sie mit anderem Komponenten verbunden wird, verlängerst du quasi seine Masse dorthin - oder die der anderen Komponente zum Arduino. Es reicht also EINE Leitung.